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Am letzten Mittwoch im Februar, dem 28.02.2018, fand im Alten- und Pflegeheim Margot-von-Schutzbar-Stift in Wommen wieder einmal das Erzählcafe statt, eine gemütliche Runde mit Gästen aus der naheliegenden Region. Referiert und ihre Projektarbeiten vorgestellt, hatten diesmal die Schüler Jan Gutewort und Lukas Uth aus der 10. Klasse der Südringgauschule. Die Themen waren sehr interessant und entsprachen den Interessen der beiden Schüler. Lukas Uth begann den Nachmittag mit dem Thema: „Brauchen wir Zusatzstoffe in Lebensmitteln?“ Er leitete seine Präsentation mit einem sehr aussagekräftigen Zitat von Oliver Hassencamp, einem ehemaligen deutschen Schriftsteller, ein. „Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst – er würde umgehend Bauer werden.“ In Millionen unserer Lebensmittel befinden sich Zusatzstoffe und von den meisten wissen wir gar nichts oder viel zu wenig. Wir finden in Europa circa 330 zugelassene Zusatzstoffe, die alle mit einer „E“-Nummer gekennzeichnet sein müssen. Das „E“ steht hierbei für „Europäische Union“ oder auch für „essbar“. Ein Beispielprodukt waren Fruchtkaugummis in den unterschiedlichsten Farben. In einer Packung befinden sich 35 Kaugummis, denen 22 Zusatzstoffe zugesetzt worden sind. 8 dieser Zusatzstoffe werden als unbedenklich eingestuft, jedoch werden diese von den 13 Zusatzstoffen, die in übermäßigen Verkehr problematisch sein könnten, übertroffen. Dies ist nur ein Beispiel von Millionen, die sich auf unserem deutschen Markt befinden. Achten Sie doch einmal selbst, beim nächsten Einkauf darauf, ob sie die Zutatenliste der Produkte verstehen. Nachdem Lukas Uth sein sehr spannendes und informationsreiches Projektthema vorgestellt hatte, folgte eine kleine Kaffeepause. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für den leckeren selbstgebackenen Kuchen! Nachdem sich alle gut gestärkt hatten, folgte der zweite Teil des Nachmittags mit Jan Gutewort und seinem Projektthema „Technisierung und Automatisierung in der Agrarwirtschaft – Chancen und Auswirkungen -“ Im Wesentlichen ging es um die Entwicklung und Veränderung der Landwirtschaft in den letzten Jahren. Er fing mit dem Ernährungsstand eines Volkes und der Entwicklung der Landtechnik nach 1900 an und endete bei den Herausforderungen in der nahen Zukunft. Thematisiert wurde vor allem die stetig wachsende Weltbevölkerung, die auch in Zukunft von den immer weniger werdenden landwirtschaftlichen Betrieben mit ausreichend Lebensmittel versorgt werden muss. Dabei werden in Zukunft Hightech und effiziente Neuentwicklungen, beispielsweise GPS-gesteuerte Mähdrescher oder ferngesteuerte Traktoren, eine sehr große Rolle spielen. In seiner Präsentation wurde deutlich, welche Arbeit die Landwirte tagtäglich leisten, um uns Menschen zu versorgen, auch wenn ihnen die Arbeit oft nicht leichtgemacht wird. Auch Themen wie Konzernmächte, die längst einen großen Teil der Landwirtschaft und unserer Lebensmittel bestimmen, blieben nicht unangesprochen. Am Ende seiner Präsentation rief er nochmal dazu auf, den Landwirten einfach mal „danke“ zu sagen und Respekt zu zeigen für ihre tägliche Arbeit. Landwirte zeigen und erklären gerne unsere heimische Landwirtschaft hier im Werra-Meißner Kreis. Es war ein sehr spannender und informationsreicher Nachmittag, den die Gäste und Schüler mit viel Vorfreude angingen.

Jan Gutewort   

 

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